Über mich

Von September bis Dezember 2008 werden wir an der Montclair State University studieren und dabei nicht nur den BIG APPLE erkunden... :)

Sonntag, 1. Februar 2009

115 Tage USA

Mit drei Koffern und unzähligen Erinnerungen und Eindrücken im Gepäck habe ich nach 115 Tagen Amerika pur wieder die Heimreise in das verschneite Österreich angetreten – mit einem weinenden und einem lachenden Auge. So sehr ich mich auf zu Hause gefreut habe, so schwer fiel mir auch der Abschied von der amerikanischen Universität, meinen Freunden dort und von New York City. An die „Creamcheese-Bagels“ zum Frühstück und den Anblick des Empire State Buildings hatte ich mich doch stärker gewöhnt gehabt, als mir bewusst war. Andere Dinge werde ich wohl weniger vermissen, beispielsweise das kleine Zimmer im Studentenwohnheim oder unsere krabbelnden Mitbewohner, die Kakerlaken.
Nun bin ich seit zwei Wochen wieder in heimischen Gefilden, leide noch immer unter Jetlag und berichte Freunden und Verwandten von meinen amerikanischen Abenteuern. Zu erzählen gibt’s da genug, schließlich erinnere ich mich jeden Tag an Anekdoten, die mich zum Schmunzeln bringen. So kommen mir einige Erinnerungen an meine Mitbewohner in den Sinn, die schon mal die halbe Wohnung unter Wasser gesetzt oder durch ein Versehen einen Polizeieinsatz ausgelöst haben. Oder jener Mann, der mich zwar für eine Australierin hielt, mir dennoch ein Kompliment für mein gutes Englisch aussprach. Aber auch mein Ausflug zum Grand Canyon schießt mir ins Gedächtnis. Den Grand Canyon im Sonnenuntergang zu sehen war eines der Highlights meines Auslandssemesters in Amerika, das ich sicherlich nie vergessen werde.

Amerika ist anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Nicht supermodern, nicht überheblich und schon gar nicht allen anderen voraus. Es ist vielmehr eine Mischung aus alt und neu, aus Einflüssen verschiedenster Kulturen und Menschen.
Müsste ich Amerika mit einem Wort beschreiben, würde ich „gegensätzlich“ wählen. Ich habe Amerika als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erlebt, zur gleichen Zeit aber auch als ein Land, das Jugendlichen tausende von Dollar für eine durchschnittliche Ausbildung abknöpft und Müttern keinen bezahlten Mutterschaftsurlaub bietet. Wer Geld hat, kann sich ein schönes Leben machen. Der Durchschnittsbürger aber muss mehrere Jobs gleichzeitig annehmen, um seine Familie über Wasser zu halten und geht doch pleite, wenn ein Familienmitglied eine Operation braucht. Ein staatliches Gesundheitssystem gibt es nämlich in den USA nicht. Der Großteil der Menschen ist freundlich und interessiert an Erzählungen von fremden Kulturen, besitzt jedoch selbst keinen Reisepass, weil viele Menschen die eigenen Landesgrenzen nie übertreten haben. In Sachen Umweltschutz könnten sich die Amerikaner bei uns eine Scheibe abschneiden, denn „umweltschonend“ oder „energiesparend“ sind Fremdwörter im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Neben einem interessanten Land habe ich aber auch etwas ganz anderes entdeckt: mich selbst. Ich war während meiner Zeit im Amerika glücklich, allein, stolz, verzweifelt, neugierig, genervt, sprachlos und oft erstaunt – über mein eigenes Verhalten, meine Tradition und Kultur. Die amerikanische Kultur ist in vielerlei Hinsicht anders als die österreichische – manche Dinge haben mir dort besser gefallen, anderen hingegen ziehe ich das gewohnt Österreichische vor. Eines habe ich aber sicher gelernt: Über den Tellerrand hinausblicken und die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen, bringt immer etwas. Und wenn auch nur, dass man wieder schätzen kann, was man zu Hause hat.

So schön es zu Hause auch ist, das Fernweh bleibt nicht aus. Amerika ist in jeder Hinsicht entdeckens- und erlebenswert. Von meinen Erlebnissen während meines ganz persönlichen Amerika-Abenteuers werde ich noch lange zehren und eines ist gewiss: Ich komme wieder.

Montag, 29. Dezember 2008

Leaving New York, never easy...

Hallo ihr Lieben!
Diesen Bericht schreibe ich zwar schon wieder von Österreich aus, dennoch möchte ich euch die Erlebnisse in meiner letzten Auslandssemesterwoche nicht vorenthalten!

Die Prüfungswoche startete für uns gleich am Montag mit drei Klausuren, die alle recht gut verliefen (denke ich halt mal, die Noten stehen noch nicht alle fest). Am Abend gabs bei der "Cookies & Culture - Farewell Party" ein wenig Entspannung, aber schön langsam machte sich der Abschiedsschmerz bemerkbar! (Bild: Ida lässt ihren Gefühlen freien Lauf) ;)

Der Dienstag verging rasch mit Lernen, denn am Abend stand unsere "Women´s World"-Klausur an, die wir auch gut hinter uns brachten. Und damit war das Semester an der MSU offiziell beendet!

Das musste gefeiert werden! Deshalb fuhr ich am Mittwoch schon in der Früh mit Ida nach NYC, um die Stadt nochmal in vollen Zügen zu genießen. Wir erledigten noch einige Weihnachts- und Souvenireinkäufe und genossen unsere heißgeliebte Suppe im "Europa Café" (bei dem wir mittlerweile Stammkunden sind). Ida musst am Nachmittag wegen einer Vorlesung wieder zurück, aber ich blieb noch, um noch eine letzte Runde am Times Square zu drehen. Neben zahlreichen Fotos machte ich auch die Bekanntschaft eines bayerischen Pärchens, mit dem ich mich über eine Stunde lang auf der roten Treppe am Times Square vertratscht hatte.


Gemütlich gings dann zurück zur Penn Station. Ich muss aber sagen, dass mir der Abschied von NYC nicht leicht gefallen ist! In vier Monaten gewöhnt man sich doch so an die Menschenmassen, den Anblick des Empire State Buildings und die Suppen im "Europa Café". Aber eins weiß ich sicher: Es ist nur ein vorübergehender Abschied von der City!

Am Donnerstag stand nicht nur Kofferpacken an, sondern auch ein Ausflug mit Ellen: Es ging nach Upstate New York, genauer gesagt nach "Westpoint". Westpoint ist ein Militärcollege, das bedeutende Persönlichkeiten wie beispielsweise Eisenhower hervorgebracht hat.

Nach etwa einstündiger Fahrt kamen wir am Gelände der Universität an, wo auch gleich darauf unsere Führung startete. Wir wurden sehr streng kontrolliert (mit Passkontrolle) und durften im College-Gelände keine Videoaufnahmen, dafür aber Fotos machen. Westpoint bildet derzeit etwa 3000 Studenten (davon nur ein paar Hundert Frauen) zu Soldaten aus. Die Studenten werden "Kadetten" genannt und schließen das College mit einem Bachelor-Degree ab. Die Ausbildung ist gratis (auch Unterkunft und Essen wird vom Staat bezahlt und die Studenten bekommen auch noch ein kleines Taschengeld), dafür verpflichten sich die Studenten für einen fünfjährigen Dienst in der Army und drei Jahre in Reserve. Wer hier mit dem Studium beginnt, muss mindestens 17 und darf höchstens 22 Jahre alt sein, unverheiratet und kinderlos. Die Tourleiterin hat uns von strengen Regeln berichtet, so müssen die Studenten etwa zur Strafe im Garten marschieren, wenn sie was ausgefressen haben Beispiel: Wenn ein Student unter 21 mit Alkohol erwischt wird, lautet die Strafe 100 Stunden marschieren (jeden Samstag fünf Stunden). Jeder Student bekommt etwa 20 Uniformen für verschiedenste Anlässe und der Studenplan ist dichtgedrängt, denn pro Jahr gibt es nur etwa 5 Wochen Urlaub (im Somme beispielsweise gibt es Manöverübungen in den nahegelegenen Wäldern).

Das Gelände von Westpoint ist sehr schön und taktisch gelegen:

Über diese Meeresenge wurde früher eine Eisenkette gespannt, um feindliche Schiffe vom College und Militärstützpunkt fernzuhalten.

Ein Denkmal erinnert an den Bürgerkrieg, in dem ehemalige Schulkollegen aus dem Süden und dem Norden gegeneinander kämpften:


Der Besuch in Westpoint war sehr interessant, hat mich allerdings auch nachdenklich gestimmt. Die Army in Amerika hat einen so anderen Ruf als ein europäisches Heer und Soldaten werden dort oft als Helden verehrt. Ich habe die Tourleiterin auch gefragt, was die Soldaten nach ihrer Zeit beim Heer machen. Sie hat gemeint, dass viele bei der Army bleiben wollen, aber die anderen gehen einfach in die Privatwirtschaft. Meiner Meinung nach ist es bei uns nicht so einfach für einen ehemaligen Soldaten, in einen anderen Job umsteigen zu können. Was ich damit sagen will, ist, dass diese Leute dort vermutlich überall mit offenen Armen empfangen werden, da sie ja für ihr Land so viel getan haben und gedient haben. Naja, es ist einfach eine andere Einstellung. Mir macht das irgendwie Angst...

Am Abend war ich noch zur Abschlusspräsentation von Idas und Evas Schmuckkurs eingeladen. Dort gabs tolle, selbstgemachte Schmuckstücke zu bewundern! Rechts seht ihr ein paar von Idas Meisterwerken. :)

Nun war es aber höchste Zeit für die Abschlussfeier! Um auch jeweils einen bleibenden Eindruck bei den Leuten, mit denen wir ein Semester Tür an Tür gewohnt hatten, zu hinterlassen, beschrifteten wir gegenseitig "I love NY" T-Shirts. Das war zwar ganz lustig, aber wir waren doch vom Kofferpacken und Organisieren relativ erschöpft, sodass die Party dann eher gemütlich wurde und ich um 2am ins Bett verschwand...

Eva hatte mir am Donnerstag noch von den Wetterprognosen erzählt, die nicht nur starken Schneefall, sondern sogar einen Blizzard voraussagten. Da das natürlich nicht die günstigsten Voraussetzungen für unsere Heimreise am nächsten Tag waren, freute ich mich beim Aufstehen am Freitag sehr, dass der erwartete Schneefall über Nacht nicht eingesetzt hatte. Tja, zu früh gefreut, denn zwei Stunden später begann es zu schneien. Und es schneite ordentlich, sodass sich bereits eine Schneedecke gebildet hatte, als wir nach dem Frühstück im Red Hawk Diner wieder zum Studentenwohnheim fuhren. Nun muss man wissen, dass Schnee in den USA offensichtich anders gehandhabt wird, als in Österreich; nämlich gar nicht. Schon nach ein paar Stunden Schneefall wird alles dicht gemacht, der Shuttlebus eingestellt und überhaupt herrscht dann Chaos. Leute hatten sich wegen des angekündigten Blizzards mit Lebensmittel für mehrere Tage eingedeckt und außerhalb der Wohnheime herrschte gespenstige Stille. Für uns Österreicher ist das nicht zu verstehen, schließlich ist Schnee in NJ keine Seltenheit. Dennoch - Angst, ob der Flieger wohl starten könne, machte sich breit. Sarahs Freund Andy fuhr uns zum Flughafen. Auf der halbstündigen Fahrt dorthin kam uns von Schnee, über Regen bis hin zu Eisregen jedes Wetter unter und der Highway stand bereits in eine Richtung still. Die Anzeigentafel am Flughafen zeigte aber "On Time" für unsere Flüge an und das ließ uns erst mal aufatmen. Tatsächlich war mein Flieger fast zur angekündigten Zeit fürs Boarding bereit und so saß ich also um 7pm im Flugzeug - bereit für die Heimreise. Dort saß ich allerdings auch noch um 9pm, ohne in der Luft gewesen zu sein. So lange wurde das Flugzeug nämlich enteist! Der Pilot informierte uns im Halbstundentakt über diesen Vorgang ("Ich muss die Klimaanlage jetzt ausschalten, damit wir nicht diese Dämpfe einatmen") und ich war natürlich froh, dass mein Flieger überhaupt starten konnte. Ich hätte auch eine ganze Reihe für mich allein gehabt, wenn sich nicht die Dame hinter mir vorgesetzt hätte, weil mit ihrem Sitz etwas nicht stimmte. Wie auch immer, nach fünfeinhalb Stunden Flugzeit kam ich in London an, wo ich noch drei Stunden Wartezeit hatte, bevor es endlich in die Heimat ging.

Die wackelige Landung in Wien konnte meine Vorfreude auch nicht trüben, denn aus dem Fenster konnte ich ja schon erste österreichische Blicke erhaschen! Auch meine Albträume bezüglich Zoll bewahrheiteten sich zum Glück nicht und so konnte ich aufatmen, dass ich zwei meiner drei Koffer bereits bei mir hatte (den dritten Koffer, den ich in Chinatown ergattert hatte und der etwa so groß war wie meine beiden anderen zusammen, konnte ich glücklicherweise Eva nach Graz mitgeben - Danke nochmal ;)).

Am Flughafen wurde ich schon von meinen Eltern inklusive Luftballon und Plakat erwartet - ein wirklich toller Empfang! Nun bin ich schon seit einer Woche wieder in der Heimat - ein Resümee meiner Zeit in Amerika gibts bald! :) Jetzt gibts natürlich schon Fotos von meiner letzten Auslandssemesterwoche! ;))

Bis bald, eure Kathi (:

Sonntag, 14. Dezember 2008

Ho Ho Hoboken

Am Samstag hat uns Ellen (das Mädchen aus dem Chinesisch-Kurs) entführt, um uns eine ihrer liebsten Städte in New Jersey zu zeigen: Hoboken. Die Stadt hat etwa 40.000 Einwohner, hat seinen Namen von amerikanischen Ureinwohnern, und vor allem und eine ganz besondere Lage: eine ehemalige Insel im Hudson River, also genau vor der Skyline von Manhattan! Kein Wunder also, dass diese Stadt sehr gefragt ist. Wohnungspreise sind immens hoch und auch was das Nachtleben betrifft, hat Hoboken einen Namen.

Auch wir waren von Hoboken ganz begeistert, schließlich ist der Ausblick einfach phänomenal! Wir hatten zum Glück traumhaftes Wetter und am späten Nachmittag war auch das Licht perfekt zum Fotografieren.

Nachdem wir Ellen als Dankeschön für ihre Hilfe bei diversen Sachen in diesem Semester zum Dinner eingeladen hatten, bot sich uns der Nachtblick auf die Skyline.

Hoboken ist aber nicht nur für seinen Manhattan-View bekannt, sonder auch als ehemaliger Wohnort von Frank Sanatra und als Austragungsort des ersten Baseballspiels überhaupt. Weiters gibt es in Hoboken viele Häuser von "Fraternities and Sororities" (den Studentenverbindungen) zu finden.
Was mir auch aufgefallen ist, waren zahlreiche Weihnachtsmänner und ganz viel Vorweihnachtsschmuck :)

Das hat uns in die richtige Stimmung für den Abend versetzt, denn da wurde gemeinsam mit unseren Stockwerkskollegen ein verfrühtes Weihnachten gefeiert!:)


Trotzdem freu ich mich aufs Christkind! ;) Viele weitere Hoboken-Fotos gibts in der Galerie! (:

Freitag, 12. Dezember 2008

Das Christkind kommt schon bald

... in NYC weihnachtet es nämlich sehr!

Nach zweieinhalb Wochen Abstinenz habe ich mir heute wieder einen tollen NY-Tag mit Eva gegönnt!
Gestartet haben wir unsere Tour in Greenwhich Village, wo wir auf den Spuren von "Sex and the City" gewandert sind.
Das Haus von "Carrie":


Weiters wurden das Haus, in dem Carrie in der Sendung lebt, und die berühmte Magnolia-Bakery von uns unter die Lupe genommen! Natürlich durften wir uns eine kleine Feinheit nicht entgehen lassen:


Der nächste Stadtteil, den wir unsicher machten, war der "Meatpacking-District". Hier findet man die typischen Rollläden, hinter denen früher mal Fleisch abgepackt wurde. Heutzutage befinden sich in den Räumlichkeiten Nobeldiscos und Clubs.

Nach dem Meatpacking-District zog es uns nach Chinatown, wo ich noch einige Einkäufe erledigen konnte, bevor ich wieder nach Hause komme ;) Unter anderem gehört auch ein Koffer zu den neu erstandenen Besitztümern. *g*

Und dann gings ins Weihnachtswonderland, genauer gesagt zum Rockefeller - Center. Dort ist dieser wunderschöne Christbaum zu finden. Engel und tolle Lichteffekte tun ihr Übriges und brachten uns nun endgültig in Weihnachtsstimmung. Sogar einen Heiratsantrag konnten wir miterleben! ;)


Zurück gings über den Timessquare - der immer noch ein Erlebnis ist! :)
Weitere Fotos findet ihr in der Fotogalerie!

Donnerstag, 11. Dezember 2008

How to be as American as possible

Was macht der richtige Amerikaner in seiner Freizeit? Sport! Nicht nur im aktiven Sinne, sondern vor allem im passiven Sinne. Auswahl an Sportarten gibt es hier genug: Baseball, Basketball, Football, Softball und vieles mehr.

Diese Art der Freizeitgestaltung habe ich mir gestern gemeinsam mit Anaelle, Valentine, Lauriane (alle aus Frankreich) und Megan (aus NJU) genauer angeschaut: Wir waren beim Basketballspiel NJ Nets gegen NY Knicks!

Organisiert wurde der Ausflug von der Uni. Zum Nets-Stadion in NJ wurden wir mit so einem typischen, gelben Schulbus gebracht.


Das Stadion war natürlich riesengroß, bunt und gleich zu Beginn wurde die Nationalhymne gespielt:



Das Spiel selbst war gar nicht so uninteressant, wenn man bedenkt, dass wir alle keinen Tau von den Regeln hatten. Natürlich hat es auch uns zwischendurch zum Food Court verschlagen, um uns mit Pommes und Burgern einzudecken :P



Hinter mir ist ein typischer Amerikaner gesessen, den es wohl gewundert hat, dass wir weder für die Nets noch für die Knicks gejubelt haben. Das hat uns dann in ein Gespräch gebracht, genauer gesagt haben wir darüber geredet, woher ich bin, was ich hier mache und wie es um die Wirtschaft in Österreich steht. Er war sehr interessiert und hat alles für seine Frau und seine Kinder, die ebenfalls hinter mir gesessen sind, wiederholt. Auch in Wirtschaftsfragen schien er etwas zur Diskussion beitragen zu wollen, denn er wusste, dass der Euro überall stärker als der Dollar ist ;) Jedenfalls war er aber nett und diese Familie hat für mich einfach eine amerikanische Family bei ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung gezeigt.

Die Atmosphäre war einfach super. Es wurde einiges an Unterhaltung in den Pausen geboten, sei es von den Nets-Dancern....



oder von einer Schulband!




Gewonnen haben im Endeffekt die Knicks, was uns auch recht war ;) Dieser Ausflug war ein toller Einblick in ein wichtiges Stück amerikanische Kultur!

Ansonsten ists bei uns im wahrsten Sinne des Wortes eher ruhig. Die letzten Vorlesungen sind geschafft und jetzt heißts "Lernen" für die Finals nächste Woche. Da die Prüfungswoche schon begonnen hat, darf man im Wohnheim auch nicht zu laut sein. Außerdem regnet es, was den Gemütlichkeitsfaktor zusätzlich in die Höhe treibt.
Wie sehen uns schon ganz bald!! (:


Dienstag, 9. Dezember 2008

04.-07.12.: Vegas, Baby

"What happens in Vegas, stays in Vegas". Das war zwar das Motto unserer Reise, aber natürlich lasse ich euch trotzdem gerne an unseren jüngsten Eindrücken teilhaben!

Am Donnerstag gings mit 3 anderen internationalen und 3 amerikansichen Studenten sehr zeitig zum Flughafen. Da wir -zum Reiseziel passend- von einer Limo abgeholt wurden, war das Aufstehen gar nicht so schlimm! Nach fünf Stunden Flug kamen wir um 10am in Las Vegas an, wo uns bereits die ersten Spielmaschinen erwarteten. Nach dem Einchecken in unser "Strip-Hotel" (was bedeutet, dass es am "Strip" - DER Straße in Vegas, liegt) "Excalibur" stärkten wir uns gleich am "All you can eat"-Buffet. Das Hotel war von außen ein Highlight (es ist eines der großen Hotels in Vegas), wie in jedem Gebäude der Stadt gab es ein Riesencasino im Erdgeschoß, das man durchwandern musste, um zur Rezeption zu gelangen. Das Zimmer, das wir uns mit den beiden anderen Mädels teilten, war nicht so modern, wie es das Hotel vermuten ließ, aber für die paar Stunden, die wir es brauchten, auf jeden Fall okay!


Auch die ersten Gambling-Versuche wurden unternommen (von mir allerdings nur gestellt *g*):
Am Nachmittag haben wir gleich den ersten Ausflug in die Stadt unternommen und sind den Strip entlang spaziert. Entlang des Strips sind alle großen Hotels zu finden, was schon sehr beeindruckend ist. Auch der Eiffelturm ist uns untergekommen, was wir genützt haben, um uns die Stadt von oben anzusehen!

Glücklicherweise konnten wir auch die berühmte Fountain-Show, die halbstündlich vorm "Bellagio" stattfindet, sehen!










Der Abend wurde natürlich gleich als Partynacht genutzt und so tanzten Amy (übrigends die Organisatorin und das Geburtstagskind unserer Reisetruppe) und ich bis 5am im Club "Tao" im Hotel "Venetian" durch.

Wie schon gesagt gibt es in so ziemlich jedem Gebäude in Vegas ein Riesencasino, das rund um die Uhr geöffnet ist. Das heißt, tagsüber tummeln sich dort verschiedenste Leute in verschiedensten Outfits. Abends jedoch wird die Partygarderobe aus dem Kleiderschrank geholt und die Leute brezeln sich fürs Ausgehen richtig auf. Die Türsteher schauen auch sehr genau und in Turnschuhen und Freizeitbekleidung kommt man in die Clubs nicht rein. Fortgehen ist natürlich eine teure Angelegeneit (Corona beispielsweise 8 Dollar). Wenn man im Casino spielt, bekommt man alle Getränke gratis. Meine Taktik also: mit einem 1-Dollar-Schein möglichst so lange am Automaten spielen, bis die Kellnerin mit dem Getränk zurückkommt.

Auch am Freitag nutzten wir wieder das Buffet im Hotel - diesmal "2 for 1". Wir waren jedoch nicht die einzigen, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollten und deshalb warteten wir in der Schlange rund 10 Minuten. Die Befürchtung, keinen Platz im Speisesaal mehr zu bekommen, erwies sich als völlig unbegründet, da dieser unheimlich riesig war und auch das Essensangebot mehr als ausreichend war!

Den Nachmittag verbummelten wir gemütlich im Einkaufszentrum "Planet Hollywood" und dann gabs ein weiteres Vegas-Must: Eine Show, genauer gesagt eine "Cirque du Soleil" Show im "MGM Grand". Die Show war echt beeindruckend, mit tollen Showeffekten und guter Musik! Anschließend gings wieder auf den Strip, wo ich mir wieder tolle Hotels angeschaut hab.
Die Partymacherei hielt sich diesmal in Grenzen, weil ich am Samstag was ganz besonderes vorhatte: Einen Helikopterflug zum Grand Canyon!
Der Grand Canyon ist eine über 400 km lange Schlucht, die vom Colorado River geformt wurde, und liegt im Bundesstaat Arizona.
Amy und ich wurden um halb 2 nachmittags vor unserem Hotel abgeholt und standen nach ca 30 Minuten Fahrzeit an einem kleinen Flugplatz in Boulder. Dort trafen wir unseren Piloten Bill und zwei Kanadierinnen, sowie einen Deutschen, die ebenfalls in unserem Hubschrauber mitreisten. Wir hatten Glück und ergatterten die beiden Plätze in der ersten Reihe, direkt neben Bill.

Der Flug zum Canyon dauerte etwa 40 Minuten und war superinteressant, da die Landschaft dort einmalig ist!


Das Besondere an unserem Sunset-Hubschrauberflug war, dass wir mitten im Grand Canyon gelandet sind, wo sonst niemand hinkommt! Dort gibt es eine gemütliche Lunchstation und wir wurden mit Sandwiches und Sekt versorgt ;)













An dieser Stelle zu stehen war schon etwas ganz Besonderes! Es war nichts zu hören und die Sonne hatte die Felsen in ein wunderschönes rot-oranges Licht getränkt!
Nach dem Lunch und unzähligen Fotos gings wieder in den Helikopter und über eine etwas andere Route zurück zum Flughafen. Da dieser Ausflug ja eine Sunset-Tour war, bot sich uns beim Rückflug dieser unbeschreiblicher Blick:


Der Ausflug zum Grand Canyon war einfach unbeschreiblich und ich kann jedem, der die Chance dazu hat, nur empfehlen, diese Möglichkeit wahrzunehmen!

Am Samstag Abend war wieder Ausgehen angesagt, diesmal in die "Coyote Ugly" Bar und danach in den Club "Palm", wo wir für 30 Dollar Eintritt gute Musik und einfallsreiche Showeffekte geboten bekamen.


Und dann war auch schon der Sonntag da. Diesmal mussten wir wegen dem Auschecken schon etwas früher aufstehen, was aber auch nicht geschadet hat, denn bis zu unserem Abflug am Abend konnten wir so noch mal den Strip erkunden. Ein Muss für mich war auch das Hard Rock Café!

Auch die Fountainshow vor dem Bellagio konnten wir wieder sehen - diesmal vom Boden aus!


Auch "Caesar´s Palace" inkl. Wedding Chapel haben wir uns angeschaut (genauer, als uns lieb war... wir haben uns verlaufen ;)). Da hat aber jemand gefehlt....

Da am Wochenende eine Rodeo-Veranstaltung in der Stadt war, wimmelte ganz Las Vegas von richtigen Cowboys mit Stiefeln, Hüten und Karohemden. Das war ziemlich beeindruckend und ich wollte unbedingt ein Foto von so einem echten Cowboy, allerdings passte entweder die Kameraeinstellung oder der Cowboy nicht, sodass Amy nach einigen Fehlversuchen beschloss, einen Cowboy für mich anzusprechen. Vor "Caesar´s Palace" geht sie also auf einen zu, zeigt auf mich und sagt "She is from Austria und has never seen a real Cowboy, would you take a picture with her?" Und was sagt er? "Where is she from? Austria? Dann sprechen Sie ja Deutsch". Es hat sich also herausgestellt, dass der besagte Cowboy ein bisschen Deutsch gelernt hatte und im Endeffekt ist dann folgendes Bild zustande gekommen:


Um 10 Uhr abends ging unser Flug zurück nach NJ, wo wir alle mehr oder weniger gut schlafen konnten. Um 5am New Jersey - Zeit wurden wir am Flughafen wieder von der Limousine abgeholt und zum Campus zurückgebracht. Zwei Stunden später trieb mich der Hunger auf die Uni und somit auch zur ersten Vorlesung, vier Stunden später absolvierten wir unser mündliches Chinesisch-Exam.
Hier noch ein paar Zahlen zu Las Vegas:
Die Stadt ist die größe im Bundesstaat Nevada und Partyhochburg pur. Die Einwohnerzahl ist etwa 600.000 , die Metropolregion hat etwa 2 Millionen Bewohner. Was mir gleich nach der Ankunft aufgfallen ist, sind die Leute, die in Las Vegas arbeiten: Vom Taxifahrer bis hin zu den Croupiers in den Casinos scheint mir ein Großteil der Angestellten viel älter zu sein, als man es sich von einer Partyhochburg erwartet.
Das Wetter war angenehm, mit dünnem Pulli und Jacke war man richtig gekleidet. Ein Erlebnis war es auch, das Zimmer mit den beiden anderen Mädels zu teilen. Wenn man das so sagen kann, denn sie haben nicht alle Nächte in unserem Zimmer verbracht *g*. Überhaupt haben sie ein paar Mal nächtlichen Besuch von Marine-Jungs in unser Zimmer gebracht und für sonstige Überraschungen gesorgt, aber darüber darf man sich wohl nicht wundern.

Las Vegas ist auf jeden Fall sehenswert! Glamour, Glanz und Geld im großen Stil. Natürlich gibt es auch Seiten, die mich nachdenklich stimmen. Leute, die bereits vormittags vor den Spieltischen hocken, machen mir doch etwas Angst. Weiterer Faktor: Straßenverkäufer, die entlang dem Strip stehen und jedem männlichen Wesen - egal ob mit Freundin unterwegs - Flyer in die Hand drücken wollen. Ihre Ware preisen sie auch auf T-Shirts an: "Girls, Girls, Girls... in 20 minutes to you". Sehr erschreckend...
Dennoch hat mir Vegas und vor allem der Canyon-Ausflug super gefallen! Dieses Wochenende war zum ersten Mal meine Kamera-Speicherkarte zu klein, also gleich in die Galerie klicken und die Fotodoku von meinem Wochenende angucken! :)
Bis ganz bald, eure Kathi

Montag, 1. Dezember 2008

27.-29.10.: Thanksgiving in Colorado

Dass Thanksgiving eine große Rolle in Amerika spielt, ist ja bekannt. Es ist aber schon interessant zu sehen, wie wichtig diese Festlichkeit wirklich ist! Am Mittwoch sind einige Kurse ausgefallen und von allen Seiten wurden wir mit "Happy Thanksgiving"-Wünschen beglückwünscht. Der typische amerikanische Student fährt über das verlängerte Thanksgiving-Wochenende nach Hause, um alte Schulkollegen zu treffen und mit der Familie den berühmten Truthahn zu verzehren. Die meisten unserer internationaler Kollegen sind zu amerikanischen Familien eingeladen worden, wir hatten allerdings etwas ganz Besonderes vor!

Am Donnerstag, dem Thanksgiving-Tag, gings bereits um fünf Uhr morgens zum Flughafen, denn um halb 8 starteten wir in Richtung Colorado, um dort gemeinsam mit Papas Cousine Ulli und ihrem Mann Tim zu feiern! Der Flug brachte die eine oder andere Überraschung für uns mit, denn wir machten Bekanntschaft mit dem amerikanischen System, bei Inlandsflügen fürs Gepäck zu bezahlen (15 Dollar pro Koffer, unser Flug war aber kein wirklicher Billigflug). Außerdem gabs an Bord einen Heiratsantrag, den wir live mitverfolgen konnten! :)


Nach einem dreieinhalbstündgen Flug wurden wir am Flughafen von Denver bereits von Ulli und Tim erwartet, die uns gleich nach Denver-Downtown für die erste Seightseeingtour entführten. Unser Eindruck von Denver war durchwegs positiv, es handelt sich hier um eine saubere, sympathische Stadt mit etwa 560.000 Einwohnern (Metropolregion: 2,8 Mio.).

Anschließend ging es in die Berge - in die Rocky Mountains besser gesagt! Dort gibts nämlich Dinospuren zu sehen!



Zusätzlich gibts einen traumhaften Blick über Colorado! Der Bundesstaat hat etwa 4,7 Mio Einwohner bei einer Fläche von rund 270.000 km2. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von ca. 17,7 Einwohnern/km2 - im Vergleich dazu: Österreichs Bevölkerungsdichte liegt bei 99,5 Einwohnern/km2! Die wichtigsten Städte in Colorado sind Denver, Colorado Springs, Boulder und Louisville (keine Angst, dazu komme ich noch ;)).

Nach diesen ersten Eindrücken gings dann nach Hause zu Ulli und Tim, wo wir kulinarisch mehr als verwöhnt wurden! Nach leckeren Appetizern gabs ein vegetarisches Thanksgivingmahl, bestehend aus Lachs, Spinat, Soja, Kartoffeln und Marshrooms. Lecker!!!


Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen hatten, machte uns die Zeitverschiebung von zwei Stunden doch zu schaffen (wir waren ja um 4am aufgestanden) und so gings schon recht früh ins Bett.

Das war gar nicht schlecht, denn am Freitag gings bereits um 6.30am in Richtung Walmart! Der "Black Friday" ist nämlich der beliebteste Einkaufstag in Amerika, Walmart sperrt schon um 5am auf und viele Geschäfte locken mit tollen Angeboten. Auf dem Weg dorthin bot sich uns dieser wunderbare Ausblick:


Nach Walmart gab es ein herrliches Frühstück und so waren wir für die weitere Shoppingtour gestärkt. Zugelegt hab ich mir dann im Apple Store etwas kleines Feines. ;)
Der Nachmittag war wieder für Seightseeing reserivert und so ging es erst mal in Ullis´und Tim´s Wahlheimatstadt: Superior. Nächster Stopp war die Teefabrik "Celestial Seasonings", wo wir unseren Teevorrat auffüllten.

Direkt anschließend folgte ein kurzer Einblick in das supersüße Dorf "Niwot", das nach einem Indianerhäuptling benannt ist.


Nach Niwot wagten wir uns in eine etwas größere Stadt, wo wir gemütlich die Fußgängerzone entlanggeschlendert sind: Boulder! Aber Boulder haben wir uns nicht nur vom vorweihnachtlichen Getümmel aus angeschaut, sondern auch von oben!

Der Ausblick über das weitläufige Land war einfach wunderschön! Dennoch mussten wir weiter, denn die nächste Location wartete schon auf uns: eine Brauerei! :) Gemäß Tim´s Anleitungen wurde für uns sogar ein leckerer Radler zubereitet!

Auf diese Gaumenfreude folgte gleich die nächste, denn Ulli und Tim zauberten ein Skyline-Chili (ein Rezept aus Ohio!) für uns. :P Ich habe mir fest vorgenommen, das zu Hause zu probieren!

Übrigends konnten wir den Nachhauseweg von der Brauerei im Schnee antreten, und das lag nicht an übermäßigem Biergenuss! Das Wetter in Colorado ist sehr breitgefächert, im Sommer wird es sehr heiß und die Winter sind meist schneereich. Nach dem Aufstehen am Samstag konten die zwei Lagler-Mädls also vor leicht angezuckerten Wiesen posieren! :)
Am Samstag Mittag ging schon wieder unser Flieger nach New Jersey. Der Flug war nicht wirklich angenehm, da ich ziemlich kränklich war, was mir wiederrum Sorgen gemacht hat, da wir einen Fall von Pfeifferischem Drüsenfieber auf unserem Stock hatten. Da ihr euch jetzt sicher alle Sorgen macht, kann ich euch beruhigen... mir gehts wieder gut! :)

Hiermit möchten wir uns noch mal allerherzlichst bei Ulli und Tim bedanken! Das Wochenende bei euch war einfach super und ich bin noch immer voll begeistert von Colorado! Dieser Teil des Landes ist einfach nicht vergleichbar mit New Jersey, es ist alles viel ruhiger und relaxter. Hier kann man stundenlang mit passender Countrymusic über lange Landstraßen fahren und die Landschaft genießen. Wir haben uns jedenfalls sehr heimisch gefühlt! Sieht man, oder?


Liebe Grüße auch in die Heimat, ich komme schon bald nach Hause! ;)